Jahrelang misshandelt und geschlagen: junge Frau startet in ein Leben ohne Angst

In ihrem jungen Leben mit gerade einmal 28 Jahren hat Frau G. schon viel Negatives erfahren müssen. Immer wieder geriet sie an Männer, die ihr gegenüber gewalttätig wurden. Sie wurde immer wieder massiv misshandelt. Doch nicht nur das: Auch finanziell wurde sie ausgenutzt. Deshalb hat sich ein Schuldenberg angehäuft, den sie nicht selbst verursacht hat. Er entstand allein durch ihre Gutmütigkeit und durch den Druck, den einer ihrer Partner auf sie ausgeübt hat. Jetzt muss sie diese Schulden abbezahlen, die sie nicht selbst verursacht hat.

Frau G. flüchtete in ein Frauenhaus an ihrem ursprünglichen Wohnort. Der liegt viele Kilometer entfernt von Stuttgart. Aber dort wurde sie aufgespürt und weiter verfolgt und bedroht. Anfang des Jahres bekam sie einen Platz im Stuttgarter Frauenhaus. Hier konnte sie sich allmählich psychisch stabilisieren. Wegen der massiven Gewalterfahrungen und Drohungen, der ständigen Angst und Überwachung war sie extrem belastet.

Jetzt hat sie sich entschlossen, in ihren Beruf in der Pflege zurückzukehren. Sie hat bereits eine Arbeitsstelle gefunden und mit viel Glück auch eine bezahlbare Wohnung. Dort kann sie demnächst einziehen. Ihr Arbeitsverhältnis beginnt einen Monat später als das Mietverhältnis. Für die erste Mietzahlung benötigt sie deshalb eine finanzielle Unterstützung von „Hilfe für den Nachbarn“, damit sie jetzt eine neue Existenz gründen kann, ohne Angst und Bedrohungen.

Chronische Erschöpfung

Die junge Frau Z. hat viele gesundheitliche Probleme. Sie lebt dennoch allein und meistert ihren Alltag so gut es eben geht. Sie leidet unter dem chronischen Fatigue-Syndrom. Das bedeutet: Ständige Müdigkeit, die auch selbstverständliche kleine Tätigkeiten zu einer Belastungsprobe werden lassen. So werden selbst einfache Aufgaben im Haushalt zu einer Herausforderung. Die 22-Jährige  muss  beispielsweise schon für kurze Strecken einen Rollstuhl benutzen.

Ein besonderes Problem ist ihr Badezimmer mit Badewanne. Sie kann dort alleine nicht mehr duschen, da sie nicht ohne Unterstützung in die Badewanne hinein steigen kann beziehungsweise auch nicht wieder aus der Badewanne herauskommt. Bei der AOK hat sie einen Antrag auf den Umbau des Badezimmers gestellt, denn mit einer ebenerdigen Dusche würde sie wieder ihre Selbstständigkeit zurück bekommen. Die Krankenkasse finanziert einen Teil des Umbaus in der Mietwohnung. Aber Frau Z. muss einen Eigenanteil von 890 Euro selbst bezahlen.

Die junge Frau kann aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten und lebt von Bürgergeld. Zu ihrem Fatigue-Syndrom kommen weitere Erkrankungen hinzu: Sie leidet aufgrund ihrer Borderline-Persönlichkeitsstörung unter starken Stimmungsschwankungen. Außerdem wurde bei ihr ADHS diagnostiziert. Die Abkürzung steht für Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung, deren Ursache eine neurobiologische Stoffwechsel- und Funktionsstörung im Gehirn ist. Dies macht sich bei den Betroffenen in dreifacher Weise bemerkbar: Schlechte Aufmerksamkeit und Konzentration, Hyperaktivität und Impulsivität.

Frau Z. muss wegen dieser Erkrankungen diverse Medikamente einnehmen, darunter auch Kortison. Das führt zu einer Gewichtszunahme. Deshalb passen ihre viele ihrer Kleidungsstücke nicht mehr. Für den Eigenanteil am Umbau des Badezimmers und die größere Kleidung benötigt sie eine Spende in Höhe von gut 1000 Euro von „Hilfe für den Nachbarn“.

Herr M. hat mehrere Baustellen

Seine Suchterkrankung hat Herr M. überwunden und macht aktuell eine ambulante Reha bei einer Drogenberatungsstelle. Der Besitz harter Drogen brachte ihm eine Gefängnisstrafe ein. Er hatte vor seiner Inhaftierung ein eigenes Tattoostudio. Während er seine Strafe absaß, stand seine Wohnung leer und weil weder geheizt noch gelüftet wurde, machte sich an einigen Stellen Schimmel breit. Herr M. muss die Wohnung renovieren und Möbel entsorgen.

Außerdem ist er derzeit damit beschäftigt, den Messi-Haushalt seines inzwischen verstorbenen Vaters aufzulösen und er kümmert sich zusammen mit seiner Mutter um seine Nichten und Neffen. Die Mutter der Kinder, die Schwester von Herrn M., wurde wegen ihrer Alkoholsucht zum Pflegefall. Für die Entsorgung und den Abtransport der verschimmelten Möbel benötigt Herr M., der zur Zeit von Bürgergeld lebt, ein Spende in Höhe von knapp 500 Euro.

JEDE SPENDE IST WILLKOMMEN

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