Mit der Fehlermeldung F3 hat sich die Waschmaschine von einem auf den anderen Tag verabschiedet. Eine Reparatur war bei dem 15 Jahre alten Gerät nicht mehr möglich. „Ich lebe jetzt seit vier Monaten ohne Waschmaschine“, sagt die 78-jährige Frau T. In der Badewanne türmt sich seither schmutzige Wäsche. Wenn sie etwas davon benötigt, wäscht sie das von Hand im Waschbecken. „Ich habe gerade so ein ungutes Gefühl der Verwahrlosung“, bemerkt sie etwas sarkastisch.
In den Waschsalon zu gehen, ist für Frau T. nicht möglich. Sie ist so schlecht zu Fuß, dass sie sogar in den eigenen vier Wänden mit einer Krücke geht. Draußen kann sie sich nur mit Hilfe eines Rollators fortbewegen. Frau T. macht sich deshalb Sorgen um ihre Zukunft: „Wie wird es weitergehen? Wie lange kann ich noch in meiner Wohnung bleiben?“, diese Gedanken bereiten ihr schlaflose Nächte. Mit dem Gedanken an ein Seniorenheim kann sie sich anfreunden.
Fahrdienst für die Einkäufe
Einmal in der Woche kommt der Fahrdienst der Arbeiterwohlfahrt zu ihr und holt sie ab, damit sie die Einkäufe für ihren Single-Haushalt machen kann. Die Treppe bis zu ihrer Wohnung im ersten Stock meistert sie mit Hilfe der Krücke und dem Halt am Handlauf. Ihr linkes Hüftgelenk macht ihr seit Jahren zu schaffen. Sie hat ständig Schmerzen. An eine Operation hat sie sich bisher nicht herangewagt. „Der Arzt hat mir gesagt, dass das heute ein Routineeingriff sei“, berichtet sie und überlegt, ob sie nun doch die OP machen lässt.
Frau T. ist von Grund aus eher skeptisch ihrer Umgebung gegenüber. In ihrer kleinen Wohnung hat sie stapelweise Ordner mit Informationen über medizinische Themen gefüllt. Sie sammelt alles und druckt vieles aus dem Internet aus. Als passionierte Anthroposophin hat sie wenig Vertrauen in die Schulmedizin, gibt von ihrem schmalen Budget viel Geld für homöopathische Medikamente aus. Frau T. hat Pflegegrad drei und einen Schwerbehindertenausweis. Alle zwei Wochen kommt eine Haushaltshilfe zu ihr, um das Nötigste in der kleinen, vollgestellten Wohnung zu erledigen. Dauerhaft Hilfe von Freunden will sie nicht gerne in Anspruch nehmen. „Eine Freundin hat mich mal beim Aufräumen unterstützt“, erzählt sie und das sei eine wirkliche Erleichterung für sie gewesen, betont sie.
Schwer verletzt bei Unfall
Frau T. war Erzieherin von Beruf und war lange in der stationären Kinder- und Jugendarbeit tätig. Der Liebe wegen war sie aus Norddeutschland in den Süden gezogen. Die Liebe verging, Frau T. blieb hier. Ihre Familie jedoch ist im Norden und ihre Schwester ist ins Ausland ausgewandert. Somit hat sie hier keine familiäre Unterstützung.
Vor gut 30 Jahren hatte sie einen Autounfall. Sie erlitt zahlreiche Knochenbrüche und schwebte in Lebensgefahr. Ihre Hüftprobleme könnten eine Folge der damaligen Verletzungen sein. Seit dem Unfall ist sie auf einem Auge fast blind.
Frau T. bezieht nur eine kleine Rente und erhält aufstockend Grundsicherung im Alter. Neben ihren Ausgaben für Medikamente belasten sie die Raten, die sie an das Sozialamt wegen einer Überzahlung in früheren Jahren abstottern muss. Eine neue Waschmaschine kann sie sich nicht leisten und benötigt eine Spende von Hilfe für den Nachbarn.
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