Mann stirbt im Gartenhäusle – 83-Jähriger reicht die Rente kaum aus

Noch mit 70 hat Frau S. in einem großen Stuttgarter Krankenhaus die Flure, die Krankenzimmer und die Bäder geputzt. Oftmals war das keine besonders angenehme Aufgabe. 40 Jahre lang hat sie das gemacht, und jetzt ist ihre Altersrente so gering, dass sie kaum zum Leben reicht. Frau S. ist 83 Jahre alt, und sie musste in ihrem Leben mit zwei schweren Schicksalsschlägen zurechtkommen.

Ihr Ehemann arbeitete als Landschaftsgärtner, und seine Leidenschaft war der Schrebergarten der Familie. „Dort hat er auch manchmal übernachtet“, erzählt Frau S. Einmal kam er am Morgen nicht wieder nach Hause. Frau S. fuhr sofort in den Garten und fand ihren Mann dort am Tisch sitzend. Er war in der Nacht dort gestorben. Das war vor 25 Jahren. Seither lebt sie allein.

Ihr einziges Kind verstarb

Der zweite Schicksalsschlag kam im vergangenen Jahr: Ihr Sohn, ihr einziges Kind, verstarb nach langer schwerer Krankheit. Er konnte seit Jahren aus gesundheitlichen Gründen nur noch Teilzeit in seinem Beruf arbeiten. Immer wieder stürzte er als Folge seiner Erkrankung. Als sein Zustand immer ernster wurde, zog er zurück zur Mutter und wohnte bei ihr bis zu seinem Tod.

Trotz alledem ist Frau S. eine freundliche und zufrieden wirkende ältere Dame. Ihr Glück sind ihre Freundinnen. Die halfen ihr in den schweren Zeiten, und mit ihnen trifft sich Frau S. zu gemeinsamen Unternehmungen. Sie gehen zusammen ins Mineralbad, auch mal auf den Wasen beim Volksfest und machen kleine Ausflüge. Regelmäßig wird gemeinsam gekocht und gegessen. „Meine Freundin Zora bereitet immer alles schon sehr genau vor“, erzählt Frau S. freudig. Wenn sie dann selbst gegen Mittag zur Freundin kommt, duftet es schon in der Wohnung, und den Rest des Mittagessens bereiten die beiden Frauen gemeinsam zu. „Nach dem Essen ruhen wir uns etwas auf dem Sofa aus, dann schauen wir unsere Serie im Fernsehen.“ Frau S. lacht, wenn sie die gemeinsamen Nachmittage schildert. Unterwegs ist sie immer mit ihrem Einkaufswagen: Sie nennt ihn „mein Rentner-Mercedes“. Sie braucht ihn, denn schwer heben darf sie nicht mehr. Wegen eines Bandscheibenvorfalls muss sie eine Bandage tragen. Auch die Arthrose in den Knien macht ihr zu schaffen.

Unterwegs mit Einkaufstrolley

Als sie 30 Jahre alt war, kam Frau S. mit dem Ehemann und dem noch kleinem Sohn nach Deutschland. Sie sprach damals nur Ungarisch. „Im Krankenhaus beim Putzen habe ich zuerst Kroatisch gelernt, weil dort alle Reinigungskräfte Kroatisch gesprochen haben. Deutsch habe ich erst später gelernt.“ Vor allem durch den Kontakt mit dem Kindergarten und später mit der Schule, die ihr Kind besucht hat.

Frau S. lebt heute von einer kleinen Witwenrente, von ihrer eigenen Altersrente und von einer sehr geringen Rente, die sie aus ihrer früheren Heimat bezieht. Deren immer wieder aufs Neue notwendige Beantragung ist mit viel bürokratischen Aufwand verbunden.

Lebensmittel auf dem Balkon

Inzwischen erhält sie Wohngeld. Auf dessen Bewilligung hat sie lange gewartet. Für die Beerdigung ihres Sohnes musste sie alle ihre Rücklagen aufbrauchen. Jetzt fehlt ihr das Geld für eine neue Waschmaschine. Die alte ist defekt. Eine Reparatur lohnt sich nicht mehr. Ganz kaputt ist ihr ebenfalls sehr alter Kühlschrank. „Ich habe einen Eimer mit einem Deckel auf meinen Balkon gestellt, damit die Lebensmittel kühl stehen“, sagt sie pragmatisch. Auch im Kühlschrank ihrer Wohnungsnachbarin kann sie hin und wieder etwas aufbewahren. Beide Geräte müssen ersetzt werden, und dafür benötigt Frau S. eine Spende von „Hilfe für den Nachbarn.“

Neuer Fall: Ein Fernseher wäre schön

Die Folgen seines Schlaganfalls sind für Herrn L. gravierend. Er kann die Wohnung nur noch für kurze Besorgungen verlassen. Seine Bewegungsfähigkeit ist seit dem Schlaganfall erheblich eingeschränkt. Daher strengen ihn auch alltägliche Verrichtungen sehr an.

Herr L. ist Mitte sechzig und kann schon längere Zeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten. Er ist vor Kurzem in eine altersgerechte Wohnung in einen anderen Stadtteil umgezogen. Dort hat er sich gut eingelebt, hat aber dennoch depressive Phasen. In dieser Situation und auch für die Gestaltung seines Tagesablaufs wäre ein Fernsehgerät eine große Erleichterung. Herr L. besitzt keinen Fernseher. Er lebt von einer Erwerbsminderungsrente zu der er aufstockend Grundsicherung im Alter erhält. Den Kauf eines Fernsehers kann er sich nicht leisten und benötigt dafür eine Spende von „Hilfe für den Nachbarn“.

JEDE SPENDE IST WILLKOMMEN

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