Armut in der Region – Weihnachtsaktion lindert größte Not

Nein, an dieser Stelle stoßen wir ausdrücklich nicht ins Horn derjenigen, die jammern und klagen. Über die Unordnung in der Welt, darüber, dass früher alles viel besser lief, dass die Politik, egal ob in Berlin oder lokal vor der Haustüre, nichts gebacken bekommt.

So oft ist das Glas halb leer, wo es halb voll sein könnte. Und das heißt nicht, die Augen vor der Realität zu verschließen. Es sind unruhige Zeiten, die Wirtschaft lahmt, die Kassen sind leer, soziale Spannungen wachsen. Klar ist aber auch: Verzagtheit, Ängstlichkeit sind keine guten Ratgeber, gerade jetzt nicht, da es gilt anzupacken, sich einzusetzen, zu engagieren. Was kann jeder, jede Einzelne beitragen, damit es besser läuft?

Hilfe für den Nachbarn – Gutes tun für Bedürftige

Das führt schnurstracks zur Weihnachtsaktion der Stuttgarter Zeitung, für die ich stellvertretend als Vorsitzender um Ihre Spende bitte. Bei „Hilfe für den Nachbarn“ lohnt sich ein Blick zurück. Die Geschichte unseres Benefizvereins hat vor 55 Jahren begonnen, als Spielzeugsammelaktion für Waisenkinder. Daraus ist rasch eine veritable Spendenaktion geworden, eine der größten ihrer Art im ganzen Land – und dies, obwohl die Anfänge in schwierigen Zeiten lagen. 1974 hat der damalige Lokalchef und Mitbegründer der Aktion, Gerhard Eigel, sich in einem Beitrag skeptisch gezeigt, dass die Spendenaktion von Erfolg gekrönt sein wird. Denn „die allgemeine Wirtschaftslage ist angespannt“, wie er schrieb, „und die Sorge um den Arbeitsplatz wird das Weihnachtsfest mancher Familie überschatten“. Doch die treuen Leserinnen und Leser, Abonnentinnen und Abonnenten der StZ, hatten vom ersten Tag an Vertrauen in die Aktion gefasst – die Spenden flossen, trotz Ölkrise.

Der Bedarf an Unterstützung ist über all die Jahrzehnte hinweg hoch geblieben. Denn auch in der äußerlich immer noch so wohlhabenden Region Stuttgart gibt es Armut. Unsere Autorin Sybille Neth verschafft sich Jahr für Jahr persönliche Eindrücke. Gerade bei Alleinerziehenden, bei Kindern und Jugendlichen, Senioren mit schmaler Rente oder Kranken und Behinderten greift die staatliche Unterstützung oft zu kurz. Dann ist „Hilfe für den Nachbarn“ da und springt unbürokratisch, kurzfristig ein.

Kinder leiden unter Armut.
Foto: P. Seeger/dpa

Im zu Ende gehenden Jahr konnte die Weihnachtsaktion der StZ, die längst eine Ganzjahresaktion ist, mit mehr als zwei Millionen Euro Leid direkt vor unserer Haustüre lindern. Dank Ihrer Spenden, dank der ungebrochenen Unterstützung von großen und kleinen Firmen. Das alleine ist ein Grund, nicht zu jammern, sondern Hoffnung zu bewahren. Um Verständnis bitten wir dafür, dass wir Spendernamen nicht mehr veröffentlichen: vor allem die hohen Anforderungen an den Datenschutz sowie der immense administrative Aufwand haben uns zu diesem Schritt veranlasst. Die Versendung der Spendenbescheinigung ist davon unberührt.

Spenden für die StZ-Weihnachtsaktion

Wir bei „Hilfe für den Nachbarn“ sind zuversichtlich, dass gerade auch in diesen herausfordernden Zeiten bedürftigen Menschen Solidarität zuteil wird – und wir als StZ-Benefizverein dank Ihrer Großherzigkeit auch in Zukunft Gutes tun können. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine frohe Adventszeit – bleiben Sie zuversichtlich!