Hilfe für den Nachbarn hat kurzerhand die Busfahrt bezahlt: In letzter Minute konnten so 26 Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung trotz Bahnstreik ihre kleine Auszeit im Schwarzwald genießen.
Mit vier Kindern machte sich Frau W. auf den Weg zu ihrem Mann, der in Deutschland Asyl bekommen hatte. Bei der Fahrt über das Meer musste sie miterleben, wie drei ihrer Kinder ertranken.
Körperliche und seelische Grausamkeiten in der Kindheit verfolgen die Opfer ein Leben lang. Herr E. gehört dazu: Erst sah so aus, dass er es geschafft hat, dann kam alles anders.
Herr S. sitzt im Rollstuhl und engagiert sich ehrenamtlich für die Belange behinderter Menschen. Wegen einer Zugverspätung kam er kürzlich nicht weiter, denn der angeforderte Mobilitätsdienst hatte inzwischen Feierabend gemacht.
Der zehnjährige Junge ist ein aufgewecktes Kind, trotz chronischer Schmerzen: Er leidet an einer besonders heftigen Form der Glasknochenkrankheit und kann sich nur im Rollstuhl fortbewegen.
Frau P. und ihr verstorbener Mann waren in der Kunstszene tätig. Als sie in finanzielle Not gerieten und dann auch noch schwere Krankheiten hinzukamen, waren die gemeinsamen Interessen ihr Rettungsanker.
Das Adventskonzert der Schulen zugunsten von „Hilfe für den Nachbarn“ setzt auch in diesem Jahr wieder einen besonderen Glanzpunkt: Vier Schulen wirken am Sonntag, 8. Dezember, in der Evangelischen Stadtkirche Bad Cannstatt mit.
Nur über den Balkon konnte die Familie aus dem brennenden Mehrfamilienhaus gerettet werden. Weil sie in einer Obdachlosenunterkunft unterkommen musste, wurden ihr auch noch die staatlichen Leistungen zum Lebensunterhalt gekürzt.
Die Frau Anfang vierzig ist mit ihren Kindern der Hölle entkommen und fand Schutz im Frauenhaus. Weil sie zusammen mit dem prügelnden Ehemann ein Haus besitzt, in dem er weiterhin wohnt, bekam sie zu keiner Zeit ihrer Flucht staatliche Unterstützung.